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Testosteron ist das wichtigste männliche Sexualhormon (Androgen). Es hat in den unterschiedlichen Lebensphasen spezielle Aufgaben. Beim Ungeborenen im Mutterleib sorgt es für die Entwicklung der männlichen Geschlechtsorgane. In der Pubertät ist Testosteron für die Virilisierung (Ausbildung der charakteristischen männlichen Merkmale und Eigenschaften) verantwortlich.
Beim erwachsenen Mann steuert Testosteron alle Sexualfunktionen (Libido, Potenz, Fruchtbarkeit). Darüber hinaus erhält es das typisch männliche Erscheinungsbild, das sich in der Pubertät entwickelt hat. Testosteron hält den männlichen Organismus gesund und leistungsfähig und hat einen entscheidenden Einfluss auf Stimmung und Wohlbefinden. Auch das zentrale Nervensystem reagiert auf Androgene. Testosteron steigert die Lebensfreude.
Ein Testosteron-Mangel-Syndrom (TMS) kann zu depressiven Verstimmungen und zu Angstzuständen führen. Androgene werden sogar für männliche Dominanz, Spontaneität oder gutes räumliches Orientierungsvermögen verantwortlich gemacht. Die Lust auf Sex (Libido) ist ebenfalls androgenabhängig. Niedrige Hormonspiegel führen oft zu sexuellem Desinteresse. Hormonabhängig ist auch die Erhaltung der Knochenstruktur. Testosteron- und Estradiolspiegel im Normbereich bewirken ein gesundes Verhältnis zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau. Sinken die Hormonspiegel, kann es zu porösen Knochen kommen und das Risiko für Knochenbrüche steigt.