- Home
- Was ist eine Erektionsstörung?
- Der Arztbesuch
- Behandlung einer Erektionsstörung
- Warum es hilft, darüber zu sprechen
- Hormonmangel


Bei einer Unterfunktion des Hodens kommt es zu einem Testosteronmangel. Mediziner sprechen von Hypogonadismus. Ein Testosteronmangel kann beim Mann zu vielfältigen Beschwerden und ernsthaften Erkrankungen führen. Die Symptome und Folgen eines Testosteronmangels hängen davon ab, ob das Hormondefizit bereits vor der Geburt, vor der Pubertät oder erst beim erwachsenen Mann auftritt. Erst in den letzten Jahrzehnten hat man erkannt, dass es auch altersbedingt zu einem krankhaften Testosteronmangel kommen kann. Etwa ein Viertel aller Männer in der zweiten Lebenshälfte ist von einem solchen Hormondefizit betroffen, das mit entsprechenden Symptomen verbunden sein kann.
Testosteronmangel beim erwachsenen Mann: Krankheits- und altersbedingt kann sich beim erwachsenen Mann ein Testosteronmangel entwickeln. Erste Anzeichen können die Abnahme der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit sowie psychische Beschwerden (depressive Verstimmungen, Ängste, Gereiztheit, Konzentrationsschwäche) sein. Diese unspezifischen Störungen werden häufig nicht als Zeichen eines Hormonmangels erkannt, sondern beruflichem und privatem Stress zugeschrieben. Viele Männer äußern Beschwerden wie Schwitzen, Frösteln, Hitzewallungen, Schwindel und Herzrasen.
Bei Testosteronmangel treten Störungen des Sexuallebens auf. Das sexuelle Verlangen (Libido) nimmt ebenso ab wie die Erektionsfähigkeit. Da auch die Spermienbildung von Testosteron gesteuert wird, ist bei Männern mit Testosteronmangel die Fruchtbarkeit (Fertilität) reduziert. Der typisch männliche Behaarungstyp bildet sich zurück (reduzierter Bartwuchs, abnehmende Körperbehaarung). Die Haut wird trocken und faltig. Testosteronmangel äußert sich außerdem in der Abnahme von Muskelmasse und führt so zu Muskelschwäche. Gleichzeitig nimmt der Fettanteil am Körper (vor allem im Bauchbereich) zu.
Unbehandelter Testosteronmangel kann zu Osteoporose (Knochenschwund) führen. Dieses Risiko ist zusätzlich dadurch erhöht, dass sich durch den Testosteronmangel auch der Halteapparat des Skeletts (Muskulatur) zurückbildet. Es steigt die Gefahr, einen Knochenbruch zu erleiden, vor allem dann, wenn weitere Risikofaktoren für Osteoporose vorliegen. Da die Blutbildung des Mannes ebenfalls von Testosteron beeinflusst wird, können Männer mit Testosteronmangel eine Blutarmut (Anämie) haben.
Nicht bei jedem Betroffenen treten alle Symptome gleichzeitig und in gleicher Deutlichkeit auf. Auch entwickeln sich die Beschwerden zumeist schleichend. Es fällt daher vielen Patienten schwer, Symptome und Beschwerden richtig und vollständig zu schildern.
Die durch einen Testosteronmangel verursachten vielfältigen Beschwerden fasst man unter dem Begriff „Testosteron-Mangel-Syndrom“ (TMS) zusammen.