Warum es hilft, darüber zu sprechen

Wenn Sie Erektionsprobleme haben, kann es sehr hilfreich sein, die Unterstützung Ihrer Partnerin/Ihres Partners zu haben. Also wie beginnen Sie das Gespräch am Besten?

Über eine Erektionsstörung spricht man nicht einfach nebenbei, denn es ist ein schwieriges Thema.

Eine Erektionsstörung kann das Selbstbewusstsein schwächen und sogar die Männlichkeit in Frage stellen. Es kommen viele Gefühle zusammen - von Scham und Sorge bis hin zur Frustration und Depression.

Wieso sollte man darüber sprechen?

Es gibt viele Möglichkeiten mit Ihrer Partnerin/Ihrem Partner zu sprechen. Sie/er hat es wahrscheinlich schon bemerkt. Doch scheint es fast unmöglich, das Thema anzuschneiden. Manchmal scheint es sogar einfacher auf körperliche Intimität ganz zu verzichten.

Trotzdem wissen Sie beide, dass etwas nicht stimmt. Deswegen ist es das Beste, die Erektionsstörung offen und ehrlich anzusprechen. Wenn Sie das schaffen, ist dies ein großer Schritt in Richtung einer Lösung dafür.

Was passiert, wenn Sie nicht darüber sprechen?

Wenn Sie das Thema nicht ansprechen, könnte es passieren, dass Ihre Partnerin/Ihr Partner dies tut. Ihr/ihm gehen sicher hunderttausend Gedanken durch den Kopf:

  • Ich möchte seine Gefühle nicht verletzen.
  • Ich möchte ihn nicht in eine peinliche Situation bringen.
  • Vielleicht findet er mich nicht mehr attraktiv?
  • Vielleicht liebt er mich nicht mehr?
  • Hat er eine Affäre?

Häufig weiß Ihre Partnerin/Ihr Partner nicht, dass eine Erektionsstörung ein Symptom einer anderen Erkrankung sein kann, wie zu hohes Cholesterin, zu hoher Blutdruck oder Diabetes. Die gute Nachricht ist, dass Ihr Problem wahrscheinlich behandelbar ist. Dies kann Ihnen beiden helfen, sich wieder viel besser zu fühlen.

Es bedeutet auch, dass die Erektionsprobleme nicht von einem von Ihnen beiden verursacht wurden und Sie nichts falsch machen. Mit Hilfe von ärztlichem Rat können Sie Ihr Sexualleben schnell wieder genießen.

Trotz der Tatsache, dass eine Behandlung wirkungsvoll und sicher sein kann, warten Männer durchschnittlich zwei Jahre, bevor sie zum Arzt gehen. Das ist eine lange Zeit in der die Beziehung leidet, deswegen sollten Sie bald zu Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt gehen und sich, wenn nötig, behandeln lassen.

Also…holen Sie tief Luft und beginnen Sie darüber zu sprechen. Sie sind nicht sicher wie Sie anfangen sollen?

Wie beginnt man über eine Erektionsstörung zu sprechen? Hier sind ein paar Tipps, die Ihnen weiter helfen könnten...

Bevor Sie mit Ihrer Partnerin/Ihrem Partner sprechen, überlegen Sie, was Sie mit einem Gespräch bewirken wollen. Möchten Sie Ihren Partner beruhigen, Ihr Sexualleben wieder in die richtige Bahn lenken oder die Möglichkeit einer Therapie besprechen? Vielleicht wollen Sie gemeinsam die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten abwägen?

Finden Sie den richtigen Zeitpunkt

Bei manchen Gesprächen ist es wichtig, den richtigen Zeitpunkt und Ort zu wählen - bei diesem Thema trifft dies ebenfalls zu. Es macht nur Sinn sich zu unterhalten, wenn Sie beide ruhig, entspannt und nicht abgelenkt sind.

Geben Sie zu, dass es ein Problem gibt

Denken Sie daran, dass es ziemlich schwer ist, Erektionsprobleme vor der Partnerin/dem Partner geheim zu halten, schließlich ist sie/er auch in gewisser Hinsicht davon betroffen. Seien Sie offen und ehrlich, soweit Sie können - so schwer es auch scheinen mag, es ist der beste Weg.

Niemand hat Schuld

Versuchen Sie sich nicht gegenseitig die Schuld zu geben, denn dann ärgern Sie sich nur und werden sich zurückziehen. Vermeiden Sie, wenn möglich, Redewendungen, wie „Du solltest nicht…“ oder „Du hast nie…“. Statt dessen sollten Sie beginnen mit „Ich fühle…“ oder „Ich bin besorgt, dass...“.

Konzentrieren Sie sich auf die Lösung Ihres Problems

Es gibt viele schnelle und wirkungsvolle Behandlungen. Vielleicht können Sie über die Möglichkeiten sprechen und überlegen, was helfen könnte.